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Adaptieren von Texten für Österreich

Texte, die für Deutschland übersetzt wurden, sind nicht unbedingt 1:1 für den gesamten deutschsprachigen Raum brauchbar. Oft ist eine lokale Anpassung notwendig, speziell wenn es um Patientenfragebögen, Marketing-Texte oder Produktinformationen geht.

Läuft man in Deutschland einmal mit dem Hund um den Block, so spaziert man in Österreich um den Häuserblock oder geht einmal um die Ecke.

Während es in Österreich Krankenanstalten gibt, so kennt man dieses Wort in Deutschland kaum und spricht von Krankenhäusern, Kliniken oder Ambulatoren.

"Das schmeckt köstlich" ruft der österreichische Besuch, der deutsche Gast findet es lecker.

Sie meinen, "lecker" ist auch in Österreich gang und gäbe? Natürlich! Sprache ist kein statisches Ding, sondern entwickelt sich laufend weiter. Nicht nur übers Fernsehen, auch durch Literatur, Print- und Online-Medien sowie soziale Netzwerke werden Begriffe "verstreut" und kommen auch anderorts in Mode.

Flashmob

(flash = Blitz und mob = Bande, Menge)

Stellen Sie sich vor, Sie stehen nichts ahnend am Rathausplatz und warten auf den Bus. Plötzlich kommen 30 Leute aus verschiedenen Richtungen, alle in Weiß gekleidet, lesen laut aus Büchern vor und wedeln dabei mit Regenschirmen. Wahrscheinlich eine Kunstperformance, sicherlich aber ein Flashmob. Ein Flashmob ist ein kurzer, spontaner, themenbezogener Menschenauflauf auf öffentlichen Plätzen. Die Mobs können einen politischen Hintergrund haben (Spontandemos) oder auch eine künstlerische Performance sein. Flashmobs werden über Blogs, E-Mails oder SMS organisiert. Das Wort entstand in Anlehnung an den Begriff Smart Mob, der vom amerikanischen Psychologen Howard Rheingold im Jahr 2003 geprägt wurde und das Phänomen der Schwarmintelligenz beschreibt.

Aus: Duden, Das neue Wörterbuch der Szenesprachen. Mannheim 2009.